Motivation Monday: Sag ‚Nein‘ zu Versagensängsten

Nein zur Versagensangst

Du glaubst manchmal, dass andere Menschen einfach mehr Glück im Leben haben, da sie immer ihre Ziele erreichen und anscheinend nie versagen? Dann möchte ich dir sagen, dass dem nicht so ist. Diese Menschen haben auch schon versagt. Jedoch haben sie eine andere Sicht auf solche Situationen. Sie haben es geschafft aus ihren Fehlern zu lernen und stehen schneller wieder auf, wenn sie etwas aus der Bahn wirft.

Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass diese Menschen keine Angst haben zu versagen. Diese Menschen sind sich bewusst, dass das Versagen zum Leben dazu gehört. Sie lassen keine Versagensangst zu. Im vierten „Motivation Monday“ möchte ich mit dir erkunden, was genau Versagensangst ist, wie sie entsteht und wie du ‚Nein‘ zu ihr sagen kannst.

WAS IST VERSAGENSANGST?

Versagensangst ist die Angst in einer bestimmten Situation zu versagen. Diese Angst kann dich in allen Lebenslagen treffen. Besonders bei Dingen, die uns wichtig sind kann es sein, dass dich plötzlich die Angst packt, dass du dein Ziel nicht erreichst. Im psychologischen wird diese Angst Atychiphobie genannt. Eine Phobie, welche dazu führen kann, dass Menschen Handlung von vornherein nicht tätigen um nicht zu versagen. Die Versagensangst ist die Gesamtheit davon Fehler zu begehen, durch Scheitern im Ungewissen zu sein, das angestrebte Ziel nicht zu erreichen und für das Versagen Spott zu ernten.

Versagensangst sind Selbstzweifel. Wer an sich glaubt stellt seine Entscheidungen nicht so oft in Frage und kann somit auch leichter mit dem Scheitern umgehen. Bist du frei von Selbstzweifeln und hast eine gesunde Einstellung zu deinem Können haben Selbstzweifel keinen Herd und entstehen gar nicht erst. Wer diese Einstellung hat, hat auch keine Versagensangst.

WIE VERSAGENSANGST ENTSTEHT

Die Angst zu versagen entsteht meistens bereits in der Kindheit und ist erlernt. Diese Angst entsteht damit, dass wir schon als Kind nach Anerkennung streben. Erhältst du mehrfach nicht die gewünschte Anerkennung entwickelt sich daraus irgendwann die Angst vor Ablehnung. Diese Angst vor Ablehnung führt dann wiederrum zur Versagensangst, denn schon als Kind verstehst du den Zusammenhang, dass Leistung zu Anerkennung führt.

Bereits in den ersten Jahren lernt ein Kind, dass man dann akzeptiert wird, wenn man lieb ist. Hinzu kommen die Vorstellungen, dass du nur geliebt wirst, wenn du lieb bist und nur akzeptiert wirst, wenn du eine gute Leistung bringst.

Diese Dinge prägen dich dann dein ganzes Leben lang. Hier ist die Erziehung ein sehr wichtiger Punkt. Erziehen Eltern ihre Kinder so, dass sie nur gelobt und geliebt werden, wenn die Kinder sich so verhalten, wie die Eltern es sich wünschen entsteht bereits im Kindesalter der Eindruck, dass andere einen nur dann mögen, wenn du das tust, was diese Menschen von dir verlangen.

In diesen Situationen fehlt das Grundvertrauen, dass deine Eltern dich auch dann umsorgen, wenn du einen Fehler machst oder versagst. Dies kommt zustande, da man als Kind von den Eltern vollkommen abhängig ist und man noch nicht versteht, dass die Eltern einen auch mit Fehlern lieben. Daraus entspringt der Gedanke, dass du minderwertig bist. Fühlst du dich minderwertig lässt dein Selbstbewusst sein nach und Selbstzweifel dominieren dich.

Auch im späteren Verlauf deines Lebens kann Versagensangst plötzlich aufkommen. Auslöser dafür sind oftmals das soziale und kulturelle Umfeld. Diese Umfelder sind immer stark mit deinem eigenen Wertesystem verknüpft. Empfindet also dein soziales oder kulturelles Umfeld berufliches Scheitern als Versagen, empfindest du dies genauso. Dabei kann es natürlich auch sein, dass du noch nicht einmal selber zu dem Scheitern beigetragen hast. Hier spielt zusätzlich noch deine eigene Definition von Erfolg eine Rolle. Besteht für dich, geprägt durch Eltern und dein soziales Umfeld, Erfolg zum Beispiel darin eine Führungsposition in einem Unternehmen zu haben und du schaffst dieses nicht, da sich Kollegen in höheren Positionen dagegenstellen, da sie einen Kumpel diese Position geben möchten, dann siehst du dich selber als Versager. Besonders, wenn Kollegen ebenso dieses Bild von dir haben sollten. Dass was die Menschen und du selber sehen ist der Misserfolg, jedoch nicht den Grund dafür. Denn du selber bist nicht der Grund, warum du die Position nicht erhalten hast. In diesem Beispiel sind es Kollegen gewesen, die sich für Menschen einsetzen, die ihnen nahe stehen.

Die 6 Auslöser für Versagensangst – kurz und bündig:

  • Erwartungen nahestehender Menschen nicht befriedigen
  • den eigenen Anforderungen nicht gerecht werden
  • den Anforderungen anderer nicht gleichkommen
  • keine gesellschaftliche Anerkennung
  • Bindung zu wichtigen Menschen verlieren
  • das eigene Selbstbild nicht erfüllen

‚NEIN‘ SAGEN ZUR VERSAGENSANGST

Die meisten von uns leiden unter Versagensangst und der erste Schritt um dazu „nein“ zu sagen ist es, dass du dir klar machst, dass jeder mal scheitert. Zu scheitern ist nicht schlimm, denn auch Menschen des öffentlichen Lebens scheitern mal. Denkst du Michael Jordan hat den Korb immer getroffen? Im Gegenteil! Er hat oftmals den entscheidenen Wurf nicht reingemacht. Doch Jordan sagt, dass ihm genau das erfolgreich macht.

Warum macht es ihn erfolgreich? Er lernt aus seinem Scheitern. Denn nur wer scheitert der findet einen besseren Weg. Wer nie scheitert geht oftmals immer wieder den selben Weg und ist deswegen nicht so erfolgreich wie er sein könnte. Sei dir also bewusst, dass wir nicht immer nur gewinnen können. Stehe zu deinen Fehlern, denn dies stärkt dein Selbstbewusstsein. Wer ein starkes Selbstbewusstsein hat der hat auch weniger Versagensangst.

Schlüssel dazu seine Versagensangst zu bekämpfen ist ein starkes Selbstbewusstsein und der Mut zu seinen Fehlern zu stehen.

Wichtig ist es auch keine Angst zu haben dich von anderen abzuheben, weil du dich nicht in der Masse bewegst. Unser soziales Umfeld kennt nicht den richtigen Weg zum Erfolg. Viele mögen dir dies weiß machen wollen, doch sie kennen ihn nicht. Denn es gibt keinen richtigen Weg. Es gibt viele Wege, welche zum Erfolg führen. Deinem persönlichen Erfolg, nicht den Erfolg, den andere von dir erwarten. Erhältst du die Anerkennung vielleicht nicht von deinen Kollegen findest du diese bei anderen. Es ist immer jemand stolz auf dich oder bewundert deine Entscheidungen und deinen Mut.

Nur weil unsere Kultur vorschreibt, dass du studieren musst um erfolgreich zu sein, muss dies nicht stimmen. Ich kenne genügend Menschen, die erfolgreich sind ohne ein Studium absolviert zu haben. Genügend prominente Beispiele gibt es auch. Nehmen wir doch mal Mark Zuckerberg. Zuckerberg hat während seines Studiums Facebook gegründet und war damit so erfolgreich, dass er sein Studium abgebrochen hat. Ein Studium war also nicht der ausschlaggebende Grund für seinen Erfolg. Der Grund für seinen Erfolg war sein Ehrgeiz und seine brillante Idee.

Viele Wege führen nach Rom. Das gilt auch für den Erfolg, denn es gibt nicht nur den einen richtigen Weg.

Hast du die richtigen Menschen an deiner Seite dann werden diese dich nicht verstoßen und trotz deines Scheiterns zu dir stehen. Alle Menschen, die dies nicht tun sind nicht die Richtigen. Diese Menschen solltest du nicht zu nahe an dich ranlassen beziehungsweise dich von ihnen distanzieren. Denn diese Personen sind nicht gut für dich. Sie mindern dein Selbstwertgefühl und ohne Selbstwertgefühl werden deine Versagensängste bleiben. Die Menschen in deinem Leben sind der wichtigste Faktor für dein Selbstwertgefühl und deine Selbsteinschätzung. Personen, die dich unterstützen und deine Fehlentscheidungen sowie dein Scheitern akzeptieren und dir mit Rat und einem offenen Ohr und Herz zur Seite stehen, steigern deine Selbsteinschätzung und dein Selbstwertgefühl. Indirekt tragen sie somit dazu bei, ob du Angst vor dem Versagen hast. Sie nehmen dir die Angst und helfen dir dabei einen Plan B bereit zu haben, falls Plan A mal nicht funktionieren sollte.

Mit den richtigen Menschen an deiner Seite wird jedes Scheitern zu einer Lehre und einer neuen Chance.

Stärke dein Selbstbild indem du aus Fehlern lernst. So kannst du auch deine Stärken und Schwächen bestimmen. Dies hilft dir später dabei deine Ziele einfacher umzusetzen. Denn du kannst mit diesem Wissen besser einschätzen, ob das Ziel deine Stärken fordert. Du selber bestimmst das Bild, dass du von dir hast. Lerne deshalb dich richtig einzuschätzen. Überschätze dich nicht aber neige auch nicht dazu dein Können zu unterschätzen. Du bist fähig dazu dich selber zu bewerten und damit kannst du deine Versagensart überwinden.

Lerne deine Stärken und Schwächen kennen um dein Selbstbild zu stärken. Mehr zu diesem Thema in dem Beitrag:


20 Fragen um deine Stärken und Schwächen zu erkennen
20 Fragen wie du deine Stärken und Schwächen erkennst Es gibt viele Gründe, warum es hilfreich für dich ist deine Stärken und Schwächen zu kennen. Die meisten Menschen werden mit diesem Thema meistens in Vorstellungsgesprächen konfrontiert. Doch nicht nur in diesem Zusammenhand kann das Bewusstsein über Stärken und Schwächen helfen. Wer seine Stärken und Schwächen kennt kann besser Entscheidungen treffen, denn man kann besser einschätzen, ob man den mit der Entscheidung verbundenen Weg schafft. So hilft es zu wissen welche Stärken durch ein bestimmtes Hobby vorhanden sind. Doch auch Freunde können dir dabei helfen weiterlesen ››


 

Beachtest du diese Tipps und findest dein Selbstbewusstsein auch mal zu versagen wird es dir die Angst nehmen. Denke immer, dass du nicht immer ins System passen musst und dir der Pfad abseits des Weges oftmals mehr Erfolg bringt. Erfolg ist nicht abhängig von den Vorgaben, die andere uns machen. Erfolg ist abhängig von dir alleine. Lerne aus deinen Fehlern und analysiere dein Scheitern damit du dieses Wissen einsetzen kannst um deine Angst vor dem Fehlschlag zu senken.

NUN BIST DU AN DER REIHE!

  • Wann hattest du das letzte Mal Angst zu versagen?
  • Wie gehst du damit um, wenn Menschen, die dir nahe stehen Angst haben zu versagen?


Bis zum nächsten Mal!

Unterschrift

Nein zur Versagensangst

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Motivation trainieren mit der Zielsetzungstheorie

Zielsetzungstheorie

Es gibt viele Möglichkeiten dir dabei zu helfen deine Ziele zu verwirklichen. Wichtige Faktoren dabei sind die Selbstwirksamkeit und das Training von Motivation. Hier setzt die Zielsetzungstheorie an und kann ein gutes Werkzeug zum Erreichen eines Ziels sein.

Die Zielsetzungstheorie hilft dabei zu verstehen, welche Faktoren wichtig für den Erfolg sind. Dadurch kann man Ziele besser planen und zeigt dir Optionen mit welchen du die Motivation beibehältst.


WAS IST DIE ZIELSETZUNGSTHEORIE?

Die Theorie wurde 1968 durch den US-Amerikaner Edwin A. Locke aufgestellt und ist eine Motivationsstrategie. Die durch Locke aufgestellte Annahme ist, dass Motivation und Leistung maßgeblich durch das Erreichen von Ziele und deren Rückmeldung beeinflusst wird.

Die Grundaussage ist, dass Ziele Menschen motivieren und unmittelbar das menschliche Handeln regulieren. Besonders hohe spezifische Ziele beeinflussen die Leistung, die Ausdauer, die Richtung des Ziels und die Strategie.

Die Zielsetzungstheorie soll dabei helfen die Motivation zu erhöhen und Arbeitsunzufriedenheit zu vermeiden.


WAS BEEINFLUSST DEN ZIELSETZUNGSPROZESS?

Lockes Theorie besagt, dass bestimmte Variablen den Prozess ein Ziel zu erreichen beeinflussen. Diese Faktoren werde ich die nachfolgend vorstellen.

Zielbindung

Die Zielbindung ist die Entschlossenheit ein Ziel zu erreichen. Baust du zu deinem Ziel eine Bindung auf fällt es dir leicht das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und du fühlst dich dir selber gegenüber verpflichtet das Ziel zu erreichen.

Aufgabenkomplexität

Zum Erreichen ist es wichtig, dass die Aufgabe dich fordert. Du sollst bei einer Aufgabe deine Fähigkeiten einsetzen können ohne dich zu langweilen. Langweilst du dich hast du dir ein zu niedriges Ziel gesetzt. Du langweilst dich schnellt und gibst dadurch das Ziel eventuell auf. Deswegen ist es wichtig, dass die Aufgaben zum Erreichen des Zieles komplex genug sind.

Selbstwirksamkeit

Hast du das Vermögen einzuschätzen, ob du Handlungen organisieren und ausführen kannst, dann bist du dir deiner Selbstwirksamkeit bewusst. Je besser du deine Handlungen einschätzen kannst umso höher ist deine Selbstwirksamkeit. Dies wirkt sich natürlich auch auf die zu erledigen Aufgaben aus. So kannst du mit deiner Selbstwirksamkeit auch herausfinden wie lange du benötigst um dein Ziel zu erreichen.

Feedback

Ein Ziel ist dann für uns interessant, wenn wir eine Rückmeldung anderer zu diesem Ziel erhalten. Besitzt du eine hohe Selbstwirksamkeit kannst du auch mit negativen Feedback umgehen. Ist deine Selbstwirksamkeit nicht so hoch bist du insbesondere auf positives Feedback aus.

Erhältst du Feedback, insbesondere positives Feedback, kann dich dies in deiner Sache bestätigen, was wiederum motiviert.

Partizipation

Partizipation bedeutet in diesem Fall, dass motivierter bist ein Ziel zu erreichen, wenn du Mitspracherecht bei Entscheidungen hast. Liegt dieses Mitspracherecht vor dann machst du das Ziel auch zu deinem Ziel. Das spornt mehr an als ein Ziel ausschließlich für andere zu erreichen.


AUSWIRKUNGEN VON HOHER SELBSTWIRKSAMKEIT

Kommen wir nochmals auf die Selbstwirksamkeit zurück. Eine hohe Selbstwirksamkeit ist eine gute Sache. Wie schon erwähnt reagierst du mit einer hohen Selbstwirksamkeit positiver auf negatives Feedback, doch hat die Selbstwirksamkeit noch andere Auswirkungen auf deinen Zielsetzungsprozess.

Eine hohe Selbstwirksamkeit sorgt dafür, dass du

  • dir höhere Ziele setzt
  • mehr verbunden mit dem gesetzten Ziel bist
  • du bessere Problemlösungsstrategien findest und benutzt


WIE KANN DIR DIE ZIELSETZUNGSTHEORIE GENAU DABEI HELFEN DEINE ZIELE ZU ERREICHEN?

Die Zielsetzungstheorie zeigt dir, welche Variablen du benötigst um ein Ziel zu erreichen. Geht es also darum ein großes Ziel zu erreichen kannst du mit diesen Variablen prüfen, ob es das richtige Ziel für dich ist.

Stelle dir dazu folgende Fragen:

  • Bist du hundertprozentig dazu entschlossen dieses Ziel zu erreichen mit allen Schwierigkeiten und Anstrengungen, die dies mit sich bringen kann?
  • Sind die Aufgaben für dich komplex genug oder werden die Aufgaben auf dem Weg zum Ziel dich unterfordern?
  • Hast du bei dem Ziel ein Mitspracherecht oder erreichst du das Ziel für jemand anderen?
  • Ist deine Selbstwirksamkeit hoch genug um das Ziel zu erreichen?
  • Wirst du nach Erreichen des Ziels Feedback erhalten?


MOTIVATION TRAINIEREN MIT DER ZIELSETZUNGSTHEORIE

Die Zielsetzungstheorie kann dir dabei helfen Motivation zu trainieren. Dazu kannst du damit beginnen dir kleine Ziele zu setzen und anhand der Zielsetzungstheorie herauszufinden, ob dies das passende Ziel für dich ist.

Findest du raus, dass das Ziel passt wirst du den Zielsetzungsprozess einleiten. Du wirst dein Ziel erreichen und dabei rausfinden, ob dir die Variablen dabei helfen motiviert zu bleiben. Auf dem Weg wirst du Stationen haben, wo du weniger motiviert bist. Dies erlaubt dir an diesen Stationen Methoden einzubauen, die deine Motivation steigern.

So kannst du den Weg zu deinen Zielen optimieren und dafür sorgen, dass du den ganzen Prozess hindurch motiviert bleibst.


NUN BIST DU AN DER REIHE?

  • Wie schätzt du deine Selbstwirksamkeit ein?
  • Wie motivierst du dich bei Aufgaben, die nicht komplex genug sind?

Bis zum nächsten Mal!
Unterschrift

Zielsetzungstheorie