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Traveldiary: Nordseeküste – Teil 2

Langeoog - Blick von der Düne aufs Meer

In Teil 2 des Traveldiary zur Nordseeküste geht es heute auf die Inseln Norderney, Juist und Langeoog. Heute nehme ich dich mit auf Rundfahrten, Eindrücke aus den Stadtkernen und es gibt so einiges von den Stränden zu berichten.


NORDERNEY

Norderney ist nach Borkum mit 26,29 Quadratkilometern und 5935 (Stand: Dezember 2015) Einwohner die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln. Der größte Bereich der Inseln, nämlich 85 Prozent, gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Norderney ist ein Staatsbad und Luftkurtort, wessen Haupteinnahmequelle der Fremdenverkehr ist. So kann die Insel jährlich um die drei Millionen Übernachtungen verzeichnen.

Norderney


Fähre zwischen Norderney und Norddeich

In der Hauptsaison ist die Fahrt nach Norderney vom Ableger Norddeich stündlich möglich. Die erste Fähre startet hier bereits um 6 Uhr am Morgen die Überfahrt. Die letzte Fähre fährt gegen 18 Uhr von Norddeich ab. Danach folgt noch zwischen 20 Uhr und 21 Uhr eine Personenfähre, bei welcher der Transport von Frachtgut und Autos nicht möglich ist. Ebenso fährt die erste Fähre von Norderney nach Norddeich bereits um 6 Uhr am Morgen und die letzte gegen 18 Uhr. Auch von Norderney nach Norddeich gibt es zwischen 20 – 21 Uhr nochmals eine Personenfähre. Für einen Tagesausflug kann man über die Reederei Frisia eine Tageskarte erwerben. Die Tarife liegen für Erwachsene bei 20 €, Kinder (6 – 13 Jahre) bei 10,00 €, Hunde bei 8 € und Fahrräder bei 11 €. In den Fahrtkarten ist der Kurbeitrag bereits enthalten. Zu beachten gilt, dass die Fahrkarten nicht auf der Fähre selber gekauft werden können, sondern im Fährterminal erworben werden müssen. Die Überfahrt dauert circa eine Stunde und ist tideunabhängig. Dies ist möglich, da es eine Fahrrinne zwischen Norderney und Norddeich gibt. Dies ermöglicht auch die vielen Überfahrten. Jedoch kann das Wetter den Fahrplan immer noch beeinflussen, weshalb die angegebenen Abfahrtszeiten abweichen können, wenn es zum Beispiel starken Wind gibt.


Mit dem Auto auf Norderney

Entscheidest du dich dein Auto mit nach Norderney zu nehmen, kann es sein, dass du dieses eventuell nicht überall nutzen kannst. Innerhalb der Saison sind große Teile des Stadtgebietes nämlich für Kraftfahrzeuge gesperrt. Für alle, die jedoch ihr Ferienquartier erreichen müssen, um das Gepäck ins Domizil zu bringen, kann man eine Ausnahmegenehmigung erwirken. Mit dieser hast du nach Ankunft der Fähre eine Stunde Zeit das Gepäck auszuladen und zu parken. Gibt es an deiner Unterkunft keinen Parkplatz stehen zahlreiche öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die meisten Ferienquartiere befinden sich in Stadtkern und am Stadtrand, diese bilden die Zonen I und II. In dieses darf der PKW nur zum Abladen des Gepäcks genutzt werden. Die restlichen Straßen bilden die Zone III, in welche Kraftfahrzeuge zwischen 6 und 20 Uhr fahren dürfen. Meine Empfehlung wäre dementsprechend das Auto nicht mit auf die Insel zu nehmen. Denn die Insel verfügt über Buslinien und genügend Fahrradstationen, an welchen Räder geliehen werden können. Zudem bietet die Insel einen Gepäcktransport zwischen den Hotels und dem Hafen an. Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus gemietet hat kann ebenso mit dem Bus fahren, welcher ebenfalls direkt am Hafen abfährt.


Rundfahrt mit der Bimmelbahn

Möchtest du die Insel bequem erkunden und hast nur einen Tag Zeit kann ich nur die Rundfahrt mit der Bimmelbahn empfehlen. Die Rundfahrt dauert etwa zwei Stunden und führt ab dem Stadtkern am Hafen entlang in den Norden der Insel, wo es am Strand Oase eine Pause von 30 Minuten gibt. Auf der Rundfahrt kommt man an Sehenswürdigkeiten wie dem Kap und dem Leuchtturm vorbei. Besonders Liebhaber von Dünenlandschaften kommen auf ihre Kosten, den Richtung Norden hat man einen Trip durch die die Dünenlandschaft, die wunderschön anzusehen ist und eine eigene Faszination bietet. Neben der tollen Aussicht auf Land und Sehenswürdigkeiten erhält man während der Fahrt interessante Informationen zu Norderney. Nachfolgend findest du meine Highlights von der Fahrt mit der Bimmelbahn.

1. Der Leuchtturm

Norderney - Leuchtturm

Das Besondere an diesem Leuchtturm ist, dass es nicht so aussieht wie du und ich uns einen Leuchtturm vorstellen: rotweiße Bemalung. Statt dem bekannten Bild kommt der norderneyer Leuchtturm in backsteinrot daher und macht das Gebäude zu einem besonderen Anblick. Der Leuchtturm ist mit 54 Metern das höchste Gebäude in Norderney. Dabei sollte man jedoch auch erwähnen, dass er zusätzlich noch auf einer Düne steht, was ihm nochmals etwas Höhe verleiht. Eine lustige Sichtung machten wir am Leuchtturm auch noch und diese ist eher weniger typisch norddeutsch. Denn auf der Rückfahrt vom Strand (man fährt zweimal am Leuchtturm vorbei) erblickten wir plötzlich H.P. Baxxter von Scooter. Erinnerst du dich noch an Hits wie „How much ist he fish“? Unsere Bimmelbahn hat sich erinnert 😊Kommen wir aber nochmal zum Leuchtturm: Bei guten Wetter kann man diesen nämlich auch von Norddeich aus sehen. Auch aus der Ferne ist der Leuchtturm noch ein schöner Anblick

2. Strand Oase

Norderney - Strand Oase

Der Strand Oase trägt seinen Namen vielen Aussagen nach nicht umsonst seinen Namen. Der Strand ist etwa sieben Kilometer von der Stadtmitte entfernt. Man kommt sehr gut mit dem Fahrrad zum Strand. Der Strand unterteilt sich in zwei Bereiche, den FKK-Strand und den Strand an dem keine Freikörperkultur erlaubt ist. Für Sauna-Liebhaber befinden sich in den beiden Bereichen jeweils eine Sauna mit Meerblick. Man hat an dem Strand die Möglichkeit Strandkörbe und Liegen zu leihen, damit man den Tag am Meer so bequem wie möglich verbringen kann. Für Kinder gibt es auch an dem Strand Oase einen Spielbereich für die Kleinen. Der Strand hat mir sehr gut gefallen, da der Weg zum Strand wirklich schön ist. Jedoch ist der Strand nicht mein Favorit. Mehr dazu folgt aber später noch.

3. Das Kap

Bei dem Kap handelt es sich um ein Seezeichen, welches zur Orientierung diente bevor der Leuchtturm gebaut wurde. Dies war möglich, da die Insel zu Zeiten der Erbauung des Kap noch nicht so stark besiedelt war uns es noch nicht so viele Deiche und Dünen gab. So war es vom Meer aus zu erkennen. Heute ist dies nicht mehr möglich, da es durch zahlreiche Gebäude und einen naheliegenden Wald kaum noch auffällt. Das Kap, wie es in den 1870er Jahren erbaut wurde steht nicht mehr auf Norderney. Grund dafür ist, dass das Kap einsturzgefährdet war und man sich nach ersten Restaurationen 2017 dafür entschied das Kap abzureißen und originalgetreu nachzubauen. Anfang August waren gut 70 Prozent des Kap wiederaufgebaut, so dass auf eine baldige Fertigstellung gehofft werden kann. Doch weshalb hat mir diese Sehenswürdigkeit nun so gut gefallen? Das liegt daran, dass ich es gut finde, dass man sich dazu entschieden hat dieses Wahrzeichen nicht aufzugeben und neu zu bauen und im Vergleich mit Bildern vom originalen Kap ist es erstaunlich zu sehen, dass die originalgetreue Umsetzung tatsächlich gelingt.


Der Stadtkern

Schon beim ersten Eintreffen im Stadtkern bemerkt man den Kurcharakter der Insel. Als Besucher wird man im Stadtkern mit dem Kurplatz empfangen, welcher von dem historischen Conversationshaus und dem Museum Nordseeheilbad Norderney umgeben ist. Auf der anderen Seite des Kurplatz erwarten dich bereits die ersten Geschäfte und Gastronomie. Es gibt einige kleine maritime Läden, Restaurants, Eiscafés, Bars und natürlich Souvenirgeschäfte. Als Tagesgast hat man somit die Qual der Wahl und alle, die längere Zeit auf der Insel verbringen haben genügend Abwechslung.

Wir haben uns am Mittag dazu entschieden bei Elefantenhaus Speisemeister zu essen. Hierbei handelt es sich um ein Schnellrestaurant, das jedoch im Essen eine sehr gute Qualität bietet und auch geschmacklich mit einem Restaurant mithalten kann. Das Fleisch des Schnellrestaurants wird von einem örtlichen Metzger geliefert, womit das Elefantenhaus gewährleistet, dass das Fleisch ebenso wie alle anderen Lebensmittel frisch sind. Da Herr G und ich die Tage zuvor schon genügend Fisch gegessen hatten und es wahrscheinlich war, dass es am Abend wieder Fisch gibt, haben wir uns für die Currywurst entschieden. Diese war lecker und eine gute Qualität des Fleischs war geschmacklich bemerkbar.

Norderney
Norderney

Zum Nachtisch führte kein Weg an der Eis-Bäckerei vorbei. Denn in dieser werden die Eiswaffeln selbst gebacken und es ist sogar möglich die Herstellung vom Schaufenster aus zu beobachten. Zu den selbstgebackenen Waffeln kann man dann unter verschiedenen Sorten Speiseeis wählen und hat auch noch die Möglichkeit Softeis zu nehmen. Dazu kann man nach Lust und Laune aussuchen, welches Topping das Eis haben soll. Hier gibt es Saucen, Früchte oder Nüsse. Da Herr G noch nie Softeis gegessen hat gab es bei dem Eis von der Eis-Bäckerei eine Premiere, denn wir entschieden uns für Softeis mit Schokosoße. Dadurch, dass wir eine Tagesfahrt zur Insel Norderney machten entschieden wir uns den Stadtkern nach der Fahrt mit der Bimmelbahn zu erkunden und wir schlenderten dabei durch die kleinen Gassen. Dabei führte unser Weg immer wieder vorbei an einigen Häusern im Bäderstil, Jugendstil und Klassizismus.

Info Böderstil in Norderney

Norderney bietet bei seiner Architektur eine gute Mischung aus den genannten Baustilen. Den Stadtkern prägen viele weiß getünchte Häuser in allen drei Baustilen. Hin und wieder findet man dazwischen auch mal ein Haus aus roten Backstein. Außerhalb sind Häuser aus Backstein eher zu finden. So wie das Kap oder der Leuchtturm.


JUIST

Die zweite Insel, welche wir besuchten war Juist. Juist liegt zwischen Borkum und Norderney und ist mit 17 Kilometern Länge die längste der ostfriesischen Inseln. Wie Norderney gehört auch Juist zum Landkreis Aurich und kann von Norddeich aus erreicht werden. Aufgrund des direkten Einflusses durch die Nordsee ist es auf Juist im Sommer immer ein wenig kühler als auf dem Festland, dafür ist der Winter jedoch milder als auf dem Festland. Juist ist ebenso abhängig vom Tourismus wie andere Inseln, da der Tourismus die Haupteinnahmequelle ist. So konnte die Insel 2008 fast 600.000 Übernachtungen verzeichnen.

Juist - Blick aufs Kurhaus vom Strand aus
Juist


Fähre zwischen Juist und Norddeich

Die Überfahrt zwischen dem Festland und der Insel ist abhängig von der Tide wodurch die Abfahrtszeiten nach der Flut richten. Im Gegensatz zu Norderney hat Juist nämlich keine Fahrrinne gegraben um unabhängig von Ebbe und Flut Fähren zwischen Norddeich und der Insel verkehren zu lassen. Es finden in der Hauptsaison ein bis zwei Überfahrten statt. Bei einer Überfahrt am Tag erfolgt diese am Mittag, bei zwei Fahrten erfolgt eine weitere Fahrt am Nachmittag. Die Überfahrt zwischen Festland und Insel dauert etwa 90 Minuten, dies wird jedoch durch Wetter und Wind stark beeinflusst. Ebenso spielt der Wasserspiegel eine große Rolle und so kann es auch bei Flut gut sein, dass das Schiff mal länger benötigt, wenn zu wenig Wasser da ist. Eine Mitnahmen von Autos ist bei einer Überfahrt nicht möglich, da es sich bei Juist um eine autofreie Insel handelt. Demnach ist auch der Fracht- und Güterverkehr entsprechend eingeschränkt. Ob eine Mitnahme von Fahrrädern erlaubt ist wurde nirgends ersichtlich ausgewiesen (vielleicht bin ich aber auch einfach blind). Sollten Fahrräder erlaubt sein ist hier sicherlich mit einem Aufpreis für die Mitnahme zu rechnen, ähnlich wie bei der Fähre nach Norderney. Hund sind erlaubt (auf unserer Überfahrt auf die Insel waren Hunde an Bord), jedoch konnte ich keine Informationen zu den Preisen finden. Eine Tagesfahrt kostet für Erwachsene 21,75 Euro inklusive Kurbeitrag und für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren 10,00 Euro. Für Kinder fällt kein Kurbeitrag an. Bitte beachte, dass der Kurbeitrag anders als auf Norderney nicht in der Fährkarte enthalten ist. Dieser muss in Juist entrichtet werden. Dies kann man direkt am Fährhafen an der Touristeninformation oder im Rathaus.


Sehenswürdigkeiten

Bei einem Tagestrip nach Juist gibt es einiges an Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dabei ist es eigentlich schon eine Sehenswürdigkeit für sich den regen Pferdekutschenverkehr zu beobachten. Juist ist nämlich Autofrei und das macht auch dieses besondere Gefühl der Insel aus.

1. Seezeichen am Hafen

Schon bei der Einfahrt in den Hafen erwartet einen die erste Sehenswürdigkeit. Dort erwartet den Besucher nämlich eine riesige im Storm treibende Boje. Naja… zumindest soll dies das Seezeichen am Hafen darstellen. Das siebzehn Meter hohe Seezeichen steht seit 2008 am Hafen und ist mittlerweile zu einem neuen Symbol von Juist geworden.

2. Das Memmertfeuer

Direkt am Hafen befindet sich auch direkt die weitere Sehenswürdigkeit, das Memmertfeuer. Denkst du nun an eine Feuerstelle liegst du falsch, denn bei dem Memmertfeuer handelt es sich um einen Leuchtturm. Das Besondere an diesem Leuchtturm ist, dass dies der einzige Leuchtturm ist, welcher sein Leuchtfeuer nicht auf das Meer richten darf. Grund hierfür ist, dass dies nicht vom Hafenamt genehmigt wurde. Der Turm sendet daher die Lichtsignale in Längsrichtung, damit das Licht vom Meer aus nicht gesehen werden kann. Der Leuchtturm selber befindet sich erst seit 1992 auf Juist und ist aus einer Interessengemeinschaft heraus entstanden, welche das Laternenhaus von dem stillgelegten Leuchtfeuer von der Vogelinsel Memmert erstand. Daher auch der Name „Memmertfeuer“. Zwischen April und Oktober kannst du den Leuchtturm besichtigen.

Juist - Memmertfeuer

3. Alter Bahnhof

Nur einige Meter weiter wartet die nächste Sehenswürdigkeit auf die Besucher, welche diese im Stadtkern begrüßt. Bei der Uhr und der Mauer, welche den Schriftzug „Willkommen auf Juist“ prägen handelt es sich um die Uhr und Mauer des alten Bahnhofs. Errichtet wurde der Gebäudekomplex 1936 und beherbergt heute das Nationalpark-Haus, eine Gaststätte und eine Bank.

Juist - Alter Bahnhof

4. Strandpromenade und Aussichtsplattform

Die Strandpromenade und die Aussichtsplattform bieten eine schöne Aussicht über die Dünen und den langen Sandstrand von Juist. Doch lohnt sich auch ein Blick in die andere Richtung auf das prächtige Hotel Strandhotel Kurhaus Juist. Wer von der Aussichtsplattform der Promenade nach Osten oder Westen folgt der findet in beide Richtungen noch Aussichtspunkte, welche ebenfalls nochmals einen guten Blick über das Umfeld bieten. Entscheidest du dich für den Weg zum westlichen Aussichtspunkt findest du entlang der Strandpromenade einige Restaurants, das Sportcenter und das Meerwasser-Erlebnisbad. Für einen Abstecher zum Strand bieten sich entlang immer wieder Wege durch die Dünen hindurch zum Strand.

5. Der Strand

Der Strand gilt für mich auch als Sehenswürdigkeit, da er absolut sehenswert ist. Der Strand erstreckt sich über die komplette Länge der Insel und egal, wohin du schaust siehst du den feinen, weißen Sand. Wir haben in unserem Urlaub viele Strände gesehen, doch mit dem Strand auf Juist kann kein anderer mithalten. In diesen endlosen Weiten des Strandes kann man sich verlieren und obwohl wir am Tag unseres Aufenthalts kaum Sonne gesehen haben und es ziemlich bedeckt und windig war, war der Strand Erholung pur. Einfach nur an dem Strand langlaufen und aufs Meer blicken hat mich den Alltag und Sorgen vergessen lassen. Sieht man diesen Strand der kein Ende zu haben scheint und das Meer stellt sich in einem Ruhe ein. Hier kann man wirklich entschleunigen.

Juist - Strand
Juist - Strand


Der Stadtkern

Ebenso wie auf Norderney bietet der Stadtkern einiges an Geschäften und Lokalen für die Touristen. Aus dem Bild der Backstein-Häuser fällt das Kurhaus aus dem Schema. Das weiße Gigantum am Strand kommt im Seebäderstil daher und hebt sich durch den weißen Verputz deutlich von den umliegenden Gebäuden ab. Geprägt wird der Stadtkern durch Souvenirläden und Modegeschäften, welche passende Kleidung für den Aufenthalt an der Nordsee anbieten. Die Straßen bieten genügend Möglichkeiten zu flanieren und zu stöbern. Da wir nur einen Tag auf Juist verbracht haben gab es für uns dort kein ausgedehntes Essen, sondern ein Stück Kuchen. Hier kann ich definitiv eine Empfehlung für die Küchenwerkstatt abgeben. Herr G hat dort einen sehr leckeren Birnenkuchen gegessen und für mich gab es Rhabarberkuchen. Der war richtig, richtig gut!

Juist - Stadtkern


LANGEOOG

Die dritte ostfriesische Insel, die wir im Urlaub besuchten war Langeoog. Die Insel hat eine Fläche von 20 Quadratkilometern und lädt mit seinen 14 Kilometer langen Sandstrand zu einem ausgiebigen Strandspaziergang ein. Wer zum Strand möchte kommt dort über die bis zu 20 Meter hohen Dünen hin. Mit 1790 Einwohnern hat Langeoog wenige Einwohner mehr als Juist, doch auch hier fungieren die meisten Häuser als Ferienwohnung für Touristen.


Fähre zwischen Langeoog und Bensersiel

Dadurch, dass Langeoog mit einer Fahrrinne an das Festland angebunden ist, sind entsprechend viele Fahrten von Bensersiel aus möglich. Ebenso oft fährt die Fähre auch von Langeoog nach Bensersiel zurück. Die Überfahrt dauert circa 30 Minuten. Jedoch erreicht man vom Hafen aus nicht direkt den Stadtkern und muss anderweitig weiterreisen. Dazu jedoch gleich noch mehr. Eine Tagesfahrt (Hin- und Rückfahrt) kostet für Erwachsene und Kinder ab 16 Jahre 25,20 Euro pro Person. Kinder zahlen für das Tagesticket 15,20 Euro. Möchtest du deinen Hund mitnehmen zahlst du 24,00 Euro und dein Fahrrad kannst du für 20,00 Euro mitnehmen. In dem Ticket ist der Kurbeitrag noch nicht enthalten, dieser muss jedoch auch nicht auf Langeoog entrichtet werden. Denn Langeoog erhebt keinen Kurbeitrag für Tagesgäste. Neben der Fähre von Bensersiel aus kann Langeoog auch von Greetsiel und Esens aus erreicht werden.


Mit der Inselbahn in den Stadtkern

In dem Ticketpreis für die Überfahrt enthalten ist auch die Weiterreise vom Hafen in den Stadtkern. Für die Weiterfahrt steht am Hafen von Langeoog die Inselbahn zur Verfügung. Eine Attraktion für Groß und Klein, vor allem für Eisenbahnliebehaber. Rate mal, wer solch einen dabeihatte? Bingo! Mein liebster Herr G liebt nicht nur die Modelleisenbahn, sondern auch die Vorbilder dafür. Für ihn war die Inselbahn somit das Highlight auf Langeoog und ich muss zugeben, dass mir die Fahrt auch besonders gut gefallen hat. Besonders, da man auf der Fahrt zum Bahnhof einiges der Landschaft sehen kann. Zwar dauert die Fahrt nur etwa 15 Minuten, doch dabei kann man einiges der schönen Landschaft sehen.

Langeoog - Inselbahn

Die Inselbahn wurde bis 1936 als Pferdebahn betrieben. Im darauffolgenden Jahr wurde die Bahn motorisiert und wird nun durch eine Diesellok bewegt. Hinter der roten Lok reihen sich bunte Personenwagen um die Besucher zwischen Bahnhof und Hafen zu transportieren. Neben dem Personenverkehr wird die Inselbahn auch für den Güterverkehr genutzt und kann so den Stadtkern zum Beispiel mit Lebensmitteln, die vom Festland benötigt werden, beliefern.


Sehenswürdigkeiten

1. Sehenswürdigkeiten rund um Lale Andersen

Folgst du der Hauptstraße zum Wasserturm wirst du auch an dem Lale Andersen Denkmal vorbeikommen. Lale Andersen ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin, welche lange Jahre auf Langeoog gelebt hat. Berühmt wurde sie 1939 mit ihrem Lied „Lili Marleen“, in welchen sie das Treffen zweier Liebenden an einer Laterne besingt. In Anlehnung an ihren größten Erfolg lehnt Lale in dem Bronzedenkmal an einer Laterne. Neben dem Denkmal befindet sich mit dem Sonnenhof eine weitere Gedenkstätte der Sängerin auf Langeoog. Dies ist der Sonnenhof, wo die Entertainerin damals lebte. Heute ist der Sonnenhof nicht mehr im Besitz von Lale Andersens Familie und wird als Ferienhaus vermietet.

Langeoog - Lale Andersen Denkmal

Lale fand ihren Weg nach Langeoog als sie durch das Naziregime ein Auftrittsverbot erhielt. Sie zog sich auf Einladung auf die Insel zurück und verließ diese erst als Langeoog durch die kanadische Armee übernommen wurde. Doch ihr Herz hing weiterhin an der Insel, so dass sie nach ihrem Tod von Wien nach Langeoog überführt und dort beerdigt wurde. Das Grab von Andersen kannst du Dünenfriedhof von Langeoog besichtigen.

2. Wasserturm

Kurz hinter dem Denkmal von Lale Anders erstrahlt er in Weiß und zieht die Blicke auf sich. Der langeooger Wasserturm. Der Wasserturm wurde 1909 erbaut und ist das Wahrzeichen der Insel. Erbaut wurde er auf einer Düne, welche 10 Meter hoch ist. Der Turm selber ist 18 Meter hoch. Dadurch befindet sich die Aussichtsplattform des Wasserturm 23 Meter über dem Meer. Heute wird der Turm nicht mehr als Wasserspeicher genutzt, dient jedoch weiterhin als Seezeichen.

Langeoog - Wasserturm

3. Museumsrettungsboot

Etwas im Nordosten vom Wasserturm befindet sich das Schifffahrtsmuseum vor welchen ein Rettungsboot ausgestellt ist. Das Rettungsboot trägt den Namen „Langeoog“ und befand sich von 1945 bis 1980 im Dienst. Danach fand das Boot seinen Weg auf die Insel und beeindruckt dort heute die Besucher. Was im Wasser nicht so groß erscheint zeigt außerhalb des Wassers seine wahre Größe und es ist durchaus interessant zu sehen welche Höhe solch ein Rettungsboot tatsächlich besitzt.

Langeoog - Museumsrettungsboot


Stadtkern

Der Stadtkern ist in Langeoog nicht so wie auf Norderney oder Juist richtig in Ferienanlagen und Geschäfte unterteilt. So findet man sich in einer Seitenstraße, welche von der Hauptstraße abgeht, schnell auch mal in einer Ferienhaussiedlung. Die Insel bietet viele kleine, interessante Läden und Lokale. So trieb es uns in das etwas rustikalere Lokal „He´Tant“, in welchen man erstmal von einer Bar und Theke mit Seemannscharm begrüßt wird. Ansonsten gibt es auch in Langeoog wieder genügend Lokale und Läden, wo man als Tourist sein Geld lassen kann. Wie auch die anderen Inseln findest du im Stadtkern und rund um den Stadtkern ein breites Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Wie auch auf Juist hat man sich in Langeoog für Backstein-Häuser entschieden, welche den Stadtkern bestimmen. Jedoch gelingt es den anderen beiden Inseln den Stadtkern ansehnlicher zu gestalten. Deswegen landet Langeoog hier nur auf Platz 3.

Langeoog - Stadtkern


AUF WIEDERSEHEN NORDSEE

Das war der zweite und zugleich letzte Teil des Travelguide zur Nordseeküste. Sicherlich gibt es noch viel mehr Sehenswürdigkeiten und Orte von welche man besuchen und erkunden kann, doch ich denke mit den Tipps und Infos zu Norddeich und den Inseln Juist, Langeoog und Norderney erhältst du einen guten Einblick wie ein Urlaub an der Nordsee aussehen kann und was es dort zu erleben gibt.


NUN BIST DU AN DER REIHE!

  • Wie hat dir das Traveldiary gefallen?
  • Hat dich mein Guide dazu animiert mal Urlaub an der Nordsee zu machen?
  • Oder warst du bereits an der Nordsee? Dann berichte mir doch von deinen Highlights!


Bis zum nächsten Mal!


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Ein Gedanke zu „Traveldiary: Nordseeküste – Teil 2“

  1. Sehr schöne Bilder! Bei manchen war ich dann schon was neidisch, weil die so gestochen scharf sind und man wirklich sieht, worauf der Fokus gelegt wurde. Ich glaub, ich muss mir auch mal eine neue kaufen, wo man das Objektiv auch drehen und die Schärfe verstellen kann 😀

    Leuchttürme find ich sehr schön, leider war ich selbst noch nie in einem, um die Aussicht zu genießen. Die Innenstädte sehen so schön sauber und auf der einen Seite modern und zugleich auch alt aus. Aber jetzt nicht so alt, wie in anderen Städten kurz vor dem Zerfall oder mit Gerüsten davor, um es zu verschlimmbessern (ist ja leider oftmals der Fall). Das mag ich, wenn sich Städte noch die Mühe machen, ihre Wahrzeichen und das, was sie ausmacht ordentlich zu erhalten.

    Unsere Küsten hab ich bisher ja sträflich vernachlässigt, was Urlaub angeht. Ich weiß zwar, dass ich mal mit dem Kinderschutzbund vor einer halben Ewigkeit (meine Oma würde „neulich“ sagen) auf Rügen war, aber Erinnerungen hab ich keine mehr daran. Was ich im ersten Teil des Travelguides interessant fand, war, dass man dort oben die Möglichkeit hat, das Surfen zu lernen (oder zumindest theoretisch). Das würde mich ja sehr interessieren und bei der Gelegenheit kann man es sich da oben auch mal gut gehen lassen 🙂

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